Schaltnetzteilumbau

Es geht hier um den Umbau eines Schaltnetzteiles, das beim DWL-900 Accesspoint dabei ist.
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Der Umbau wird auch in Bernd's Forum besprochen, dort finden sich noch weitere Hinweise dazu.

Auf dieser Seite werden die Umbauten von zwei Varianten des Fairway Netzteils behandelt: WN10B-50 mit 5V und 2A sowie WN10B-50U mit 5V und 2,5A

Viele DWL-900/Vendoren bekommen mit der Zeit ein Problem mit der serienmäßigen Versorgungsspannung weil die verwendeten Elkos in der Spannungsversorgung des AP minderwertig sind und an Kapazität verlieren, womit die interne Versorungsspannung "unsauber" wird und die Geräte zu Abstürzen neigen.
Behoben kann das durch eine höhere Versorgungsspannung werden, 6-7V reichen meistens aus, der orginale DWL-900 sollte aber nicht mehr als 10V bekommen, die Vendoren (baugleiche Geräte, meist mit Hardware-Version B) vertragen aber bis zu 16V (abhängig von den verwendeten Elkos.

Auch bei den Netzteilen kann mal ein Elko eingehen, das macht sich dadurch bemerkbar, daß die Ausgangsspannung im Leerlauf ok ist und sobald sie belastet wird auf fast 0V einbricht.
In diesem Fall ist der Elko am Ausgang defekt, den man gegen ein gleichwertiges Exemplar mit 16V/1000µF und 105° Temperaturfestigkeit tauschen kann. Achtung auf die Polarität! Es handelt sich dabei um den Elko, dem der Schrumpfschlauch zur Isolation aufgesteckt ist (in meinem Fall C10). Bitte auch wieder einen solchen montieren, damit es zu keinen Überschlägen der Primärspannung auf die Sekundärseite kommen kann.



Folgendes wird benötigt:

Elektronik-Lötkolben mit entsprechendem Lötzinn
Variante1: 1 Widerstand 2kOhm (Normreihe E24) oder 1 Widerstand 1kOhn .
Variante2: 1 Widerstand 680Ohm (6,41V), 720Ohm (6,23V) oder 750Ohm (6,09V)
ein Schraubstock und ein kleiner Schraubenzieher
Heißklebepistole

Um ins Innere des Gehäuses zu kommen spannt man das Netzteil vorsichtig diagonal (also mit 2 gegenüberliegenden Ecken in den Schraubstock ein und dreht vorsichtig so lange bis man ein Knacken hört, dann wiederholt man das Ganze mit den anderen beiden Ecken. Anschließend sollte man das Gehäuse mit dem Schraubenzieher aufbekommen.



Variante 1 (WN10B-50):

Das Gerät schaut dann etwa so aus wie im Bild. Dort wo die Spitze des Schraubenziehers ist, befindet sich die Z-Diode ZD2 sowie der Widerstand R11.

Um dort ranzukommen muß man entweder den darüberliegenden Kondensator C10 auslöten oder vorsichtig nach oben biegen.



Anschließend wird die Diode ZD2 ausgelötet.
Wer einen 2kOhm Widerstand hat, lötet nun den Widerstand R11 aus und den neuen 2kOhm Widerstand an der selben Stelle ein. Falls nur ein 1kOhm Widerstand verfügbar ist, so kann man den am Platinenrand sitzenden Bauteilfuß auslöten und einen Bauteilfuß des neuen Widerstandes mit der Platine verlöten. Dann die beiden freistehenden Anschlüsse miteinander verbinden und eventuell mit Schrumpfschlauch oder etwas Isolierband isolieren, so daß keine Kurzschlüsse entstehen.
Wer den Kondensator ausgelötet hat, der lötet ihn nun wieder ein, der + Anschluß ist an der Außenseite der Platine, also aufpassen daß das Bauteil richtig wieder eingelötet wird.

Danach wird der Kondensator in seine ursprüngliche Lage gebracht, nochmals kontrolliert ob bei der Arbeit keine Kurzschlüsse entstanden sind und das Gehäuse wieder verschlossen, dazu eignet sich eine Heißklebepistole, nach dem Abkühlen ist das Gehäuse ähnlich bombenfest verschlossen wie vorher. Natürlich kann man auch einen Alleskleber nehmen, aber man sollte darauf achten, daß er den Kunststoff nicht angreift.

Wenn man alles richtig gemacht hat, dann müßte man nun etwa 7,5V am Ausgang erhalten, je nach Bauteiltoleranz etwas mehr oder weniger.





Variante 2 (WN10B-50U):

Anleitung von Gerd (Username Rudi2) aus Vallstedt-Networks Forum:

Diode ZD2 auslöten, die Diode hat eine zu niedrige Spannung und würde kaputtgehen. Man kann sie entweder durch ein Modell mit 6,2V ersetzen oder ganz weglassen.
Der Spannungsteiler R9+R10 (parallel) und R11 muß verändert werden.
R9 (1k) und R10 (56k) haben parallel etwa 982 Ohm, dieser Wert muß auf etwa 720Ohm gesenkt werden, das erreicht man z.B. durch Tausch eines der beiden Widerstände durch einen geringeren Wert.

Folgende Spannungen wurden bei Tests erreicht: R9+R10 Parallelschaltung: 680Ohm (6,41V), 720Ohm (6,23V) oder 750Ohm (6,09V)



Spannungsprüfung des umgebauten Netzteils:




Achtung: es kann sein, daß das Layout des Netzteiles mal geändert wurde, also unbedingt darauf achten, daß dein Netzteil genau so aussieht wie auf den Photos bzw. die Typenbezeichnungen übereinstimmen, sonst könnte das Gerät bei dem Eingriff zerstört werden. Außerdem sollte man nicht mit der Ausgangsspannung höher gehen, habs mal mit nem Poti probiert, danach war das Gerät kaputt (wohl zu hohe Spannung).


Zum Schluß noch der obligatorische Hinweis: Wer an Netzspannung führenden Teilen oder Geräten herumbastelt sollte genau wissen was er tut, ich übernehme keinerlei Verantwortung dafür, daß der Umbau auch bei Ihrem Gerät funktioniert und schließe jegliche Haftung für entstehende Schäden aus!

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Für weitere Infos über selbstgebaute WLAN Netze kann ich Bernd's Forum empfehlen. Bin dort Moderator (Username jb79).